Viele Künstler können sehr gut beschreiben, warum sie malen, oder was die Malerei ihnen bedeutet. Da ich seit meiner Kindheit bis zum jetzigen Zeitpunkt kontinuierlich male, liegt darin wohl für mich eine Unbedingtheit und Wichtigkeit. Trotzdem habe ich da eher Schwierigkeiten, konkret erklärende Auskünfte darüber zu geben - nicht "WIE" ich male - sondern warum ich malen "muss". Mehr dazu finden Sie unter: Der Künstler


An den Bildern, die ich in den 60ern als Jugendlicher malte, sieht man recht gut, was alles auf mich einstürmte, was mich beeinflußte und beeindruckte. Eine wirre Vielfalt von Stilen, Maltechniken und Themen zeigen die Lust am experimentieren und bezeugen ein Suchen nach Werten und Inhalten. Manche von diesen Bilden habe ich mit sechzehn Jahren gemalt und sicher sind da einige Arbeiten dabei, die ich hier in der 60er Jahre Galerie nicht zeigen müsste. Aber zeigt nicht gerade die Gegensätzlichkeit von guten und weniger guten Bildern sehr gut meine ersten künstlerischen Auseinandersetzungen? Viele von diesen Bildern waren den damaligen Dozenten der Folkwangschule vorgelegt (1964) und ich wurde daraufhin für die dreitägigen Aufnahmeprüfung als talentiert oder " würdig" genug befunden.

Meine Malerei der 70er Jahre wird stark vom Surrealismus und Einflüssen der Phantastischen Malerei dominiert. Viele diese Bilder lassen leicht erahnen, dass ich von den surrealen und verrückten Bilderwelten des René Magritte völlig gefangen war. Sein Einfluss verstärkt sich sogar noch in meinen Bildern der 80er Jahre, aber da geordneter. Ich war auch immer ein Träumer mit Sehnsüchten nach fremden, geheimnisvollen und gänzlich anderen Welten, als die, die ich kannte.
In den 80er Jahren werden meine Bilder strenger und klarer. Sie sind nicht mehr vollgemalt mit ungezügelter Phantasie sondern konkretisieren sich auf ein Thema. Architektonische Elemente und geometrische Formen tauchen immer öfter in meiner Malerei auf. Der Konstruktivismus beginnt mich mit seinen scharfen Linien und Formen stark zu interessieren.

Spätere Bilder der 80er zeigen meine phantastisch-naturalistische Malerei abstrahierter und auch völlig abstrakte oder konstruktive Bilder entstehen. Gleichzeitig beinhaltet meine Malerei aber weiterhin eine Hang zur romantischen Idealisierung. Ich wechsle ständig vom Figurativem zum Abstrakten, und beide Darstellungsformen sind mir gleich wichtig.

In meiner Malerei der letzten Jahre entstanden zunehmend abstrakte Bilder - sie lassen mehr Raum für eine freiere und kontemplative Betrachtungsweise.
Im Jahr 2010 sind leider nur 3 kleine Bilder entstanden. Ich besuchte viele Konzerte und war viel auf Reisen:
....Kanarische Inseln, Paris, Berlin, Tunesien und im Spätsommer des Jahres Syrien und Jordanien.
Viele Fotos - Eindrücke dieser Reisen - müssen noch in die entsprechenden Fotogalerien eingefügt werden.
2011 : hier nun das erste Bild im neuen Jahr. ( 100 x 70 cm) Viele Bilder der letzten Jahre zeigen unzählige, in sich verschwimmende Farbnuancen und weniger ein klar hervorstechendes Motiv. Die Fotografie kann die Qualität dieser Malerei jedoch nur unzulänglich wiedergeben. Tiefe, Transparenz und Emotionalität vermitteln sich viel nachdrücklicher beim vis á vis in der Wirklichkeit.
