Dianne Reeves

Dianne Reeves - When You Know

WENIGE MEISTERSTÜCKE - IMMERHIN! 
(Aber auch viel „scha –la-la-la-la`s und dubi-dubi-uh-uh’s” !)

Dianne Reeves- when you know


Die vierfache Grammy-Gewinnerin gehört zu den größten Jazzsängerinnen unserer Zeit, (oberste Liga!) und ich bin immer noch ein Riesenfan von ihr. (Die Liveauftritte !!!!) Aber Dianne Reeves neue CD ist bis auf drei / vier Ausnahmen enttäuschend „glatt bis matt“ produziert – trotz exzellenter Musiker und einer Jazzvokalistin, an deren Meisterschaft es zunächst nichts auszusetzen gibt. Den vielen, durchweg fast extrem positiven Besprechungen kann ich mich nicht widerspruchslos anschließen, obgleich ich mutmaße, dass es wohl einem Sakrileg gleichkommt, dieses kostbare „Kleinod“ von CD wenigstens in einigen Punkten kritisch zu bemängeln.

Auf ihrer neuen CD ( April 2008) wiegt sich Dianne Reeves in andauernder, sanfter Harmonie – angepasst dem Repertoire von Lovesongs im Jazzgewand. Man kann ihren Vortrag in manchen Songs durchaus „beseelt“ finden, aber mir fehlt es auf die Dauer an „Biss“ oder Leidenschaft. Es mag auch an den Songs und den Arrangements liegen, (besonders zu Beginn der CD), dass sich nur eine moderate Begeisterung bei mir einstellt.

Gleich der erste Song „Just My Imagination“ wirkt lasch und austauschbar wie Dutzendware, jedenfalls kein Material für eine Künstlerin wie Dianne Reeves. Der Song kommt aus der Motown-Ära, und könnte mindestens ein gutes Popstück abgeben - aber Gesang und Arrangement klingen seltsamerweise für mich mehr belanglos als „träumerisch“. Wer weiß, wo da die Prioritäten lagen, dass Produzent George Duke und Dianne, diesen mittelmäßigen Song auswählten. Weiterlesen

Dianne Reeves in der Kölner Philharmonie: "Callas of Jazz"

Vor zwei Jahren erlebte ich Dianne Reeves zum ersten Male live - ebenfalls in der Kölner Philharmonie. Ein passend imposanter Raum für eine der imposantesten Stimmen des Jazz. Unter dem Titel „String Attached“ wurde sie damals sparsamst während des ganzen Abends nur von zwei Gitarristen begleitet. Der intime Charakter des Konzertes, die überwiegend ruhigen Stücke und die zarten Töne der Reeves erscheinen mir in der Erinnerung wie eine akustisch-versponnene Fata Morgana. Weiterlesen