Jane Monheit

In Balladen entfaltet sie ihr Können

Jane Monheit, .....live im Alten Pfandhaus! (29.11. 2008) .

Da muss der Jazz-Fan erst mal tief Luft holen.
Der Name hat fetten Starglanzeffekt und erweckt, besonders bei den Vokal-Fans hohe Erwartungen !

Die hochtalentierte Sängerin, Jahrgang 1977, brache ihr Debutalbum „Never Never Land“ im Jahre 2000 heraus. Ein Jahr lang stand diese CD in den Billboard-Jazz-Charts. Das darauf folgende Album erreichte den ersten Platz und eine Grammy-Nominierung. Monheit wurde sogleich von renommierter Jazzpresse wiederholt als größter Hoffungsträger des Vokal-Jazz genannt und sogar, wie könnte es anders sein, mit Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan oder Carmen McRae verglichen. So gesellte sich der Name „Jane Monheit“ in wenigen Jahren zur Liga der international gefragtesten Jazzsängerinnen- oder Jazzdiven.

Für eine „Diva“ ist Monheit mit 31 Jahren noch etwas jung, aber gleichwohl präsentierte sie dem Publikum im Alten Pfandhaus eine Menge dieser Attribute, die man mit der Vorstellung einer typischen Diva verbindet. Da wäre zunächst ein bestimmtes Selbstwertgefühl in ihrem Auftreten - dass sie ein Star ist, lässt sie deutlich erkennen. Wichtigeres Merkmal ist die große und auch zu erwartende Professionalität im musikalischen Vortrag. Jane Monheit lies ihre umfangreiche, klangschöne Stimme von Peter Eldridge, Leiter der Vocalgroup „New York Voices“ ausbilden.

So hörte man auch unverkennbar bei Monheits Up-Tempo-Nummern die technische und stilistische Grundlage von Vokalgruppen wie „The Manhattan Transfer“, und „New York Voices“ heraus. Ihre Phrasierungen und ihr Improvisationsschema erinnern stark an Annie Ross von „Lambert, Hendricks & Ross“, was nicht zuletzt an Monheits Fähigkeit liegt, in „rosstypischen“ hohen Stimmlagen Noten sehr frei und schnell zu variieren. Weiterlesen