José James

Erneuerer des Jazzgesangs: José James im LUXOR

Köln-Obwohl José James’ Album „The Dreamer“ (2007) von Jazzkritikern und Fans weltweit euphorisch gefeiert und besprochen wurde, scheint er, zumindest in Deutschland, immer noch so etwas wie ein „Geheimtip“ zu sein. Sein Solo-Debütalbum „The Dreamer“ wurde unter die 21 besten Jazzalben 2008 vom Critic Poll des US-Jazz Times Magazin gewählt. Danach war er in aller Welt auf Tournee und bekam beeindruckende Kritiken.

José James wurde 1983 in Minneapolis geboren. Seine Vorfahren stammen aus Panama und Irland. Schon sehr früh interessierte er sich für Soul und Hip-Hop, um dann später, stark beeindruckt und inspiriert von John Coltrane’s „Eqquinox“, zum Jazz zu finden. Nach der Highschool erhielt er ein Teilstipendium, wählte den Weg einer klassischen Ausbildung und studierte an der „New School for Jazz and Contemporary Music“. Produzent und DJ Gilles Peterson entdeckte Josè auf der Jazz-Competition 2006 in London.

Am Abend des 15. März 2010 beeilte ich mich, um rechtzeitig zum Einlass 20 Uhr im Luxor zu sein. Ich erwartete ein größere Menge Menschen – musste dann feststellen, dass ich mich vorläufig in einer überschaubaren Gruppe von ca. zwanzig Leuten befand. Konzertbeginn sollte 21 Uhr sein. Das Luxor ist eine schöne, intime Location. Gleich hinter der kleinen Tanzfläche befindet sich eine etwas erhöhte Bühne auf der die Musikinstrumente, Boxen usw. aufgebaut waren. Ich freute mich auf das Konzert – ich würde José James und seine Musiker hautnah erleben. Ein offensichtlicher José-Fan meinte auf meine Besorgnis hin, ob das Konzert möglicherweise wegen der wenigen Besucher nicht stattfinden würde – „..es findet auf jeden Fall statt. Der spielt auch für „ zwei“ Leute !“ Nun ja, erfreulicherweise füllte sich aber der Raum so nach und nach – und gegen 21 Uhr waren dann doch immerhin 80 – 100 Personen gekommen. Leider mussten wir uns noch in Geduld üben. Weiterlesen