Barbra Streisand - Das Open Air Konzert in Wien 2007

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Ein sehr persönlicher Erlebnisbericht:

Streisand Concert Collage

Wir kommen aus dem Flieger und Wien empfängt uns zwar mit Sonnenschein und blauem Himmel, aber auch mit drückender Schwüle. Es sind 34 Grad ! Bereits auf der halbstündigen Fahrt zum Hotel verdunkelt sich der Himmel, Windböen und Regen setzen ein. Schirm nützt nichts….

Halbnass erreichen wir das Hotel. Peter und Patrick sind schon da und warten am Hoteleingang auf uns. Nachdem wir uns frische Sachen angezogen haben, ist es auch schon knapp 18:00 Uhr. Konzertbeginn ist heute ( Donnerstag, 21. Juni 2007) 20:00 Uhr. Aber natürlich wollen wir früh genug da sein, um noch Freunde und Bekannte zu treffen. Vor allem wollen wir auch in Ruhe die Verkaufstände mit den sündhaft teuren Streisand Merchandise – Artikeln begutachten.

Regen und peitschender Wind, bzw. Sturm begleitet uns auf dem Weg zum Schloss Schönbrunn, wo auf dem großen Platz das Open Air Konzert stattfinden soll. Der Mann von der Rezeption sagte schon im Vorfeld pessimistisch: „ da draußen am Schloss ist alles frei, da fegt der Sturm sicher alles weg!“ Als wir ankommen, sehen wir nicht allzu viel Leute. Immerhin werden an die 15.000 Menschen erwartet. Als wir den großen Platz und die Bühne sehen, trauen wir unseren Augen nicht. Chaos!!! Da sind 11.000 Stühle und andere Gegenstände von den Verkaufsständen durch die Gegend geflogen. Das riesige Areal sieht aus wie nach einem Bombenangriff. Auf der Bühne sind viele Arbeiter um die Technik zu sichern. Einiges wurde vom starken Sturm beschädigt. Eine große Videowand krachte durch den Orkan runter und verletzte einen Bühnenarbeiter.

Gegen 18:30 berichten Radio und Fernsehen, dass es der schwerste Sturm in Wien seit zehn Jahren sei. Drei Menschen sind dabei gestorben. Das Streisandkonzert soll auf den morgigen Abend verschoben werden, aber nur, wenn man die technischen Schäden bis dahin reparieren könne. Frau Streisand wolle aber unbedingt auftreten. Denn Verschiebung würde die Versicherung ohnehin 300.000 bis 400.000 Euro kosten. Bei einer endgültigen Absage des Konzerts beträgt der Ausfall 2,5 Mill. Euro! Die Tickets werden den Leuten erstattet, die am Freitag nicht beim Konzert sein können.

ZeitungsausschnittWir sitzen im Cafe bei einer Wiener Melange und beratschlagen. Wir müssen alle versuchen möglichst kostengünstig den Rückflug umzubuchen, und im Hotel eine weitere Nacht das Zimmer reservieren.. Aber noch weiß niemand, ob das Konzert wirklich morgen stattfindet.
Schwierige Situation. Andere Streisand Fans aus New York, Barcelona oder Rom fragen uns dauernd, ob wir schon mehr Infos haben. Erst in der Nacht gegen 23:30 erfahren wir, dass das Konzert zu 90% stattfindet. Unser Zimmer haben wir, und German Wings ist kulant. Gegen 28 Euro Gebühr wird der Flug von Freitag auf Samstag umgebucht.

Bei Peter klappt es aber nicht ist gut. Außerdem muss er am Freitag Mittag wieder arbeiten (Altenpfleger), da führt kein Weg daran vorbei. Traurig fliegt er am nächsten Morgen zurück nach Köln.

Am Freitag ist strahlend schönes Wetter, bis gegen 17:00. Ich, Patrick und Wilfried sind schon am Schloss, als dunkle Wolken aufziehen. Die werden immer schwärzer, aber wir wollen es einfach nicht glauben. Nicht schon wieder! 11.000 Stühle (!) wurden neu sortiert und stehen gesäubert in Reih’ und Glied. Überall sind Leute der Streisandcrew, um das Konzert vorzubereiten. Der Soundcheck ist gerade beendet.

Der Platz vor dem Einlass füllt sich mehr und mehr. Die Luft wird jetzt kälter, wieder Wind und dann setzt der Regen auch schon ein. Heftigst! Die Securityleute verteilen pinkfarbige Regencapes, die wir alle überstülpen. Wer sich unterstellen kann tut es, und jeder betet insgeheim, dass der Regen nbos 20:00 Uhr aufhört. Gegen 19:45 hört der Regen tatsächlich auf, aber die Stühle sind klatschnass, und es ist noch kälter geworden. Wie suchen erst mal unsere Plätze, die ziemlich weit hinten sind. Teuer genug waren auch die!! Aber wie toll wäre es weiter vorne zu sitzen. Wir laufen noch herum und stellen fest, das vorne viele Plätze frei sind. Und so wie wir machen es einige. Man kann es ja mal versuchen! Als das Konzert um 20:30 mit der Overtüre zum Musical „Funny Girl“
(Streisand’s erster Musical Welterfolg am Broadway 1964) beginnt, sitzen wir relativ nahe an der Bühne auf 750-Euro-Plätzen. Die riesige Videowand direkt vor unserer Nase! Aber bangen tun wir schon etwas um den tollen Platz. Viele Menschen kommen verspätet, aber manche kommen gar nicht mehr. Am Ende werden es statt der 15.000 ca. 14.000 Menschen sein, die Streisand’s Konzert in Wien erleben.

Als die Diva dann aus der Tiefe der Bühne nach „oben schwebt“ , und elegant im weiten schwarzen Kleid „leibhaftig“ vor den Menschen steht, ist der Jubel unbeschreiblich! Streisand bekommt die erste „Standing Ovation“ des Abends. Sie begrüßt ihr Publikum und von der großen Videowand strahlt ihr ungemein sympathisches Lächeln hautnah. Dann beginnt sie zu singen. „Starting here, starting now! “

Ihre Stimme ist zunächst leise, aber warm und etwas tiefer, als man sie gemeinhin von ihren CDs erinnert. Aber schon bald tönt es kraftvoller und endet natürlich mit einem streisandtypischen Fortissimo, welches die Wirkung nicht verfehlt. Großer Applaus und schon wieder erheben sich Einige von ihren Sitzen! Aber Streisand wendet sich nun zum Publikum mit einigen Bemerkungen zum furchtbaren Wetter und dann spricht sie auch einige Worte in deutsch. Sehr holperig, aber süss: …“ ich frrreue misch, ich bin glluuckklich ,…“ Ja deutsche Aussprache ist nicht leicht!

Sie berichtet auch, dass ihre Vorfahren väterlicherseits aus Österreich stammen, und dass ihre Familie eigentlich wirklich „Streusand“ heißt. ( So, wie manch einer immer noch gerne Frau Streisand mit diesem Namen nicht sehr originell „veräppelt“ !) Denn Streusand ist ein Name der „ armen“ Juden. Schon seit dem Mittelalter wurde den Juden zwangsweise Namen zugeordnet, und schöne Namen wie Gold -oder Silbermann konnten sich nur reiche Juden kaufen! Die Armen mussten sich mit „ Knoblauch“ oder eben „Streusand“ zufrieden geben.
Nach Amerika ausgewandert, haben die Streusand-Nachfahren dann lediglich einen Buchstaben ausgewechselt.

Es ist ein sehr kühler, unfreundlicher Abend, und die Menschen in leichter Sommerkleidung ( bis 18:00 Uhr war es ca. 25°) unter den Regencapes frösteln. Barbra singt ihr jazzbetontes „Come rain or come shine“, passend zu den drohend schwarzen Wolken über dem Platz. Oben auf der Bühne stehend, flattert ihr Kleid im heftigen Seitenwind. Sie bemerkt, dass sie dabei an die Windmaschinen des Broadway denken muss, und erntet Gelächter. Die langen Haare wehen ihr unentwegt ins Gesicht. Sie streicht sie lässig zur Seite und die Großaufnahme auf der Videowand zeigt sie so entspannt in ihrem Element, als wäre goldener Sonnenschein um sie herum.

Dazu schreibt der Wiener „STANDARD“ in seinem Kulturteil:

„Barbra Streisand ist zweifellos ein Profi, der an alles denkt aber dennoch wird sie hier mitten im seltsamen Sommer gerade die Sehnsucht nach einem Pelzmantel überkommen. Dennoch singt sie eine Unmenge jener endlos langen, markanten hohen Töne, die ihrer Karriere sehr hilfreich waren. In der Tiefe ist sie ein bisschen auffällig heiser, als wäre eine kleine Verkühlung passiert“.

Das musikalische Programm läuft weiter. Sie singt, sie erzählt und redet immer wieder charmant mit den Menschen, die ihr fasziniert zuhören. Sie wechselt von Ernst zu Komik oder Selbstironie. Sie hat alle auf ihrer Seite. Barbra Streisand ist eine seltsam magische Mischung von „großer, beinahe unwirklicher Diva“, und einer „vollkommen vertrauten Person“, einer Freundin, die man lange schon kennt. Egal, ob soviel Natürlichkeit gespielt ist, oder auch nicht: sie wirkt vollkommen echt, sie strahlt Herzenswärme und große Intimität aus. Dabei ist sie auf beinahe unerklärliche Weise einfach und attraktiv. Auf der Videowand kann man besonders gut verfolgen, wie sehr sie ihre Lieder lebt ( oder spielt?).

Ihre Mimik ist perfekt im Einklang mit den Worten und mit der Melodie der Songs! Dazu kommt ihre immer noch wunderbare Stimme und ihre unverwechselbare, individuelle Art zu singen. Es könnte alles gleich mitgefilmt werden, sogar völlig ungeschnitten bleiben und man hätte eine erstklassige DVD.
Zwar hat sie ( nicht sichtbar) im Hintergrund ihre 58 Musiker, aber bei den meist ruhigen Balladen bleibt der Orchestersound dezent und die ganze Vorstellung hat einen sehr warmen, intimen Charakter.

Die Zeitung „ÖSTERREICH“ schrieb in ihrer Rezension zum Konzert:
„Eine Aura von Rührung legte sich über die Arena. Staunen über die wunderbare Stimme der Streisand, die mit zartem Schmelz und betörendem Timbre auch die feinsten Emotionen auszuloten vermag. Staunen auch über die große Kraft und die Jugendlichkeit ihres Gesangs, dem man nur dann wenig die Jahre anmerkte, wenn sie ins Fortissimo wechselte“

Streisand „adelt jede Schnulze“, so haben Rezensenten wiederholt geschrieben. Aber was heißt das schon? Es ist die große Kunst der Wahrhaftigkeit, wenn Barbra, nur vom Piano begleitet die bittersüße ( oder schnulzige ?) Ballade „You don’t bring me flowers“ glauben macht. Dann saugt das Publikum ihre Töne auf und damit Streisand’s ganze authentische Aura!

Streisand auf der Bühne

Das ist der Stil, mit dem Barbra Streisand 47 Jahre ihre Karriere souverän überlebt: Sie singt auf eine ganz besondere Weise gefühlvoll ohne kitschig zu sein. So kann nur sie es! Sie singt meistens „straight“, vermeidet Tremolos, und nur an richtiger Stelle setzt sie ein wunderbar zartes Vibrato ein. Man mag ihren Stil und ihre Lieder „altmodisch“ finden, vielleicht deshalb, weil es diesen Gesangstil nicht mehr gibt, weil niemand sonst noch in dieser Art singt. Denn Barbra Streisand ist die letzte, überlebende Ikone einer Epoche, die Jahrhundertlegenden wie Sinatra, Judy Garland, oder Ella Fitzgerald hervorgebracht hat.

Barbra sang an diesem Abend über zwanzig Lieder, begleitet von einem großartigen 58köpfigen Orchester. Sie unterhielt entspannt und sehr liebenswürdig ihr Publikum. Kostproben ihrer charismatischen Stimme waren zwei Stunden lang allgegenwärtig. Trotzdem war diese Streisandshow keine „große, opulente Show“, die vielleicht manche Besucher für die hohen Ticketpreise erwartet hatten.

Auch die vier „ special Guests“ ,Broadway-Barden, die einmal, allein auf der Bühne, eine furiose Vorstellung von Something’s Coming“ brachten, oder dramatisch mit Barbra gegen Ende des Konzertes ihren Hit aus der West Side Story „Somewhere“ verschwenderisch intonierten, konnten den Gesamteindruck von relativer Schlichtheit, sogar Ehrlichkeit der Show nicht verwischen. Alles war optisch unspektakulär, der Focus nur auf die Stimme der Streisand gerichtet. Es gab keine Nebelschwaden auf der Bühne, keine überflüssigen Tänzer, die Beleuchtungseffekte waren unauffällig, ja bescheiden, und ein dreimaliger kurzer Robenwechsel in zwei Stunden zeigte die Diva Streisand nur in schwarzen Kleidern.

Sollte dies „breitbeiniger Broadway, kitschig, schamlos, betörend“ sein, so wie es Roger Willemsen über Streisand’s Konzert einigermaßen verfehlt in seinem Artikel „Der Star hat keine Sternstunde“ beschreibt?
( DIE ZEIT,21.06. 2007,Nr. 26 )

Aber eine Sternstunde ist nicht messbar (wer bestimmt was?), und liegt im Auge des Betrachters. Nein, „Überraschungen“ konnte ( und wollte) die Streisand wohl nicht bieten. Soul, Rock– und Disco-Songs ihrer Pop-Ära aus den 70ern und 80ern passen nicht mehr zu ihr. Wer Überraschungen will, kann sich zum Beispiel die CD „Classical Barbra“, von 1976 anhören. Diese CD steht noch immer sehr erfolgreich in ihrem Katalog. Hier interpretiert sie mondkühl und respektvoll zurückgenommen Lieder von Händel, Faure, Schumann, Orff und Debussy. Durchaus diskussionswürdig, wurden diese Aufnahmen aber keine Katastrophe. Kein Geringerer als Bachgenie Glenn Gould lobte die Streisand unmissverständlich enthusiastisch in seiner CD-Rezension und es war immerhin Leonard Bernstein, der den Covertext zur CD schrieb.

Streisand’s Jahre des Sturm und Drang sind wohl vorbei, – sie muss sich nichts mehr beweisen. Aber sie schenkte dem erwartungsvollen Publikum einen Abend von großer und fesselnder Intensität. Bei Michel Legrand’s berühmter Ballade „What are you doing the rest of your life“  hatte sie traumwandlerische, fragile Töne. Es war nach einer kurzen Pause gerade der zweite Teil des Konzertes, in dem sie die Menschen mit ruhigen, nachdenklich stimmenden und auch ein wenig sentimentalen Liedern in ihren Bann zog. Jeder Song hatte sein eigenes harmonisches Glanzlicht. So wurde „Papa, can you hear me“ eine intime Gefühlsstudie, beinahe „tränenrührend“, aber trotzdem mit so viel Stilsicherheit vorgetragen, dass keine Peinlichkeit aufkam.

Auch dem neuen Song „Unusual Way“ gibt sie sich mit Inbrunst hin. Viel Seelenbalsam, aber gerade deshalb auch ein Highlight des Abends! Die stimmlichen, altersbedingten Mängel die hin und wieder in den schwierigen, hochdramatischen Passagen dieses Songs auftauchen, kann sie mit vorzüglicher Technik gut kaschieren.

Nach vielen ernsten Stücken gibt es dann doch noch einen befeuernden Auftritt: das stürmische, „pur streisandeske“ Reprise von „Don’t rain on my parade“ garantiert frenetischen Jubel! Unter rauschendem Beifall und stehenden Ovationen „ versinkt“ La Streisand“ in der Tiefe der Bühne. Natürlich wird sie mit begeisternden Zurufen wieder nach oben geklatscht. Dann singt sie den wehmütigen Chaplin-Song „Smile“. Diese Zugabe war bereits einkalkuliert. Ein spontanes Improvisationsgenie ist Streisand, zumindest auf der Bühne, nie gewesen. Und damit klingt der Abend doch eher besinnlich aus. Viele Menschen sind jetzt nach vorne gelaufen. Dicht gedrängt stehen sie an der Bühne, um der ruhmreichen Diva, aber vielleicht mehr der „Person“ Streisand nahe zu sein !

Barbra beugt sich über den Bühnenrand. Sie verneigt sich, freut sich, bedankt sich immer wieder und winkt dem Publikum zu. Dann gleitet sie langsam mit erhobenen Armen ins Unsichtbare, und auch minutenlanges Klatschen bringt sie nicht zurück.

(c) Werner Matrisch

Werner vor Schloß
 

(English version)

BARBRA STREISAND THE VIENNA CONCERT

As the diva floats out of the deepness on the stage to the top, and stands elegantly in a black dress in front of the people, the jubilation is indescribable.
Streisand gets the first Standing Ovation of this evening.
She greets her audience and her exquisitely friendly smile gleams over the screen. Then she begins to sing: 'Starting here, starting now."

At first her voice is quiet, but warm and a little deeply, as you know her from her Cd's.
But soon it becomes powerful and ends naturally with a Streisand typical fortissimo which does not miss the effect. Big applause and again some people stand up from their seats.
But Streisand turns now to the public with a comment to the terrible wheather, than she speaks a few words in German.
Jolty, but sweet: ..." ich frrreue misch, ich bin glluuckklich.
Yes, the German pronunciation is not easy.

It is a very cooler, uncomfortable evening and the people wear lighter summer dress
(until 18:00 o'clock it was 25 ) shiver under the rain capes.
Consistent with the black clouds over the place Barbra sings her jazz stressed
"Come rain or come shine".
Standing on top of the stage, her dress flaps at the intensive crosswind.


She notices that she must think of the wind machine of the Broadway and harvests laughter.
The long hairs wafts her unswervingly to her face.
She easily discareds than sidewards and the close-up on the screen show her being so relaxed in her element as if there was golden sunshine around her.

The musical program moves on. She sings, she tells and speaks charmantly again and again to the people. Who are listening fascinated.
She changes from seriousness to humor or self-mockery. She has all on her side.
Barbra Streisand is a curious magic composition of "great and nearly unreal diva", and a completely close person" a friend you know for a long time.
Whatever, if so much naturalness is played or also not: she appears completely real, she shines heart warmth and great intimacy. A lought she is nearly inexplicable way and is attractive. On the video wall one can specifically watch how much she lives her songs (or play?) Her facial expression is perfectly in the harmony with the words and with the melody of the songs. In addition there comes her still miraculous voice and to sing her unmistakable, individual kind. It could be immediately filmed, even completely uncut and you would have a high-class DVD. Indeed she had (not visual) at the background her 58 musicians, but with the mostly quit ballads the orchestra sound remains discreet and the whole image has a very warm, intimate character.

Barbra sang in these evening more than twenty songs, accompanied by a great 58-headed orchestra.
She entertained, relaxed very lovable, her audience.
Tastes of her charismatic voice were omnipresent during two hours.
Nevertheless, was these Streisand how was no 'big opulent show' witch maybe some visitors had expected for true high ticket prices.
Streisand's years of the storm and impulse are over she must be proved nothing more.
But she gave the hopeful audience an evening of big and exciting intensity.
At Michel Legrand's famous ballad "What are you doing the rest of your life" had she somnambulistic, fragile notes.
It was after a short break just the second part of the concert in with she pulled the people with quiet,
thoughtfully tuning and also a little in her spell. Every song had his own harmonious highlight.
So became "Papa, can you hear me" an intimate feeling study nearly "tear-moving", but although with so much style security performed, that you can't feel embarrassment.
Also the new song "Unusual Way" she sings with incredible passion.
A lot of soul balsam but just, therefore also a highlight of the evening.
The vocal, age-conditioned deficiencies at times in the difficult, highly dramatic passages
Of this song appear, can she good conceal with excellent methods.

After a lot of serious compositions, there is then still a cool gig:
The stormy "pur streisandeske" Reprise from "Don't rain on my parade" warranted frenetically jubilations.
Under rushing applause and standing ovations sinks La Streisand"in the depth of the stage.
Of course she is banged with inspiring shouts again upwards.
Then she sings the wistful Chaplin song "Smile". This addition was already included.
A spontaneous improvisation genius has never been Streisand, at least on the stage.
And so sounds the evening still contemplative.
Many people are ran forwards now. Close packed they stand in the stage to be close to the glorious diva, but maybe more of the "person" Streisand.

Barbra bends over the edge of stage.
She bows, is glad, thanks over and over again and waves to the audience.
Then she glides slowly with upraised arms in the invisible, and also applause lasting several minutes doesn't bring she back.

By Werner, Cologne, Germany, June 2007