Joja Wendt

Joja Wendt - Entertainment völlig unernst, aber mit Akribie !

Joja Wendt live in der Rhein-Sieg-Halle ,

Siegburg 19. April 2008

joja wendt siegburg

 

Der Schalk sitzt Tastenkönig und „Steinway-Künstler“ Joja Wendt nicht im Nacken – sondern gleich im ganzen Körper! Neben bravourösem Klavierspiel ist SEIN Opium für’s Volk ein akribisch ausgeklügelter Humor. Als sogenannter „roter Faden“, zieht er sich höchst unterhaltsam durch das gesamte Tourprogramm „ Mit 88 Tasten um die Welt“.

Und wie ideal die Kombination von charmantem Witz und meist furiosem Klavierspiel über gut zweieinhalb Stunden funktioniert, konnte Jedermann -und Frau in der Rhein-Sieg-Halle in Siegburg gestern Abend erleben. Der sympathische Pianist hatte mit seinem sehr abwechslungsreichen Programmkonzept einer „musikalischen Weltreise“ von Anfang an das Publikum auf seiner Seite. Seine amüsanten ( und autobiografischen !) Einführungen zur Musik waren originell und kurzweilig. Sie blieben trotz leichter Koketterie mit Publikum ( und mit sich selbst!) immer liebenswert und leiteten spannungsreich in die jeweiligen Musikstücke. Weiterlesen

Joja Wendt - Mit 88 Tasten um die Welt

Ein Klaviervirtuose und sein schillernder Musikkosmos

Joja Wendt, der virtuose Tastenmagier, bietet uns mit seiner neuesten CD ein akustisches Wechselbad. Sie soll eine musikalische Reise durch alle Herren Länder sein und tatsächlich gelang ihm ein farbenprächtiger Klangteppich von intensiven Eindrücken und Freuden. Seine Neubearbeitung von bekannten klassischen oder folkloristischen Stücken, sowie die Vorstellung eigener Kompositionen lassen den Hörer stimmungsvoll von fernen Regionen träumen, oder nehmen ihn ganz einfach gefangen, ....nicht selten auch durch Joja Wendt’s dionysisches Spielen auf seinen „88 Tasten“ !

Weil es 13 sehr unterschiedliche Titel sind, ist es schwierig, mit ein paar Sätzen etwas Allgemeingültiges zur gesamten Musik der CD zu schreiben, außer natürlich, dass Wendt als profilierter Pianist nahezu in jedem Stück glänzt. Ich halte es für besser, jeden Titel mit einigen Worten speziell zu beschreiben.

Die Reise beginnt in Deutschland mit einer originellen Version des Johannes Heesters Evergreens: “Man müsste Klavier spielen können“. Es ist sehr reizvoll, wechselweise in diesem Song von 1941, Stefan Gwildis, Roger Cicero, Marc Marshall und Jay Alexander mit ihren unterschiedlichen Stimmen und ihrem bekannt eigenem Stil zu hören. Nostalgische Gesangparts mischen sich raffiniert mit Soul –und Rockeinlagen. Von den 13 Musikstücken dieser CD sind allerdings nur drei gesungen Weiterlesen